Hast du dich schon einmal gefragt, was genau in deiner Muttermilch (MM) steckt und wie diese Inhaltsstoffe deinem Baby helfen? Muttermilch ist ein wahres Wunderwerk der Natur – perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse deines Babys.
Man kann sagen: Die Mamamilch wächst mit! Das bedeutet, dass sich die Zusammensetzung der Muttermilch an die jeweilige Entwicklungsphase deines Babys anpasst.
Hier ein kleiner Überblick über die Nährwerte:
Inhaltsstoffe |
Kolostrum |
Reife Muttermilch |
Nährwert (kcal/100ml) |
58 |
70 |
Fette (Lipide) (g/100ml) |
2,9 |
4,2 |
Proteine (g/100ml) |
2,3 |
3,3 |
KH (g/100ml) |
5,3 |
7,3 |
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Und soviel mehr...
Der Wasseranteil in deiner Muttermilch beträgt 88–90 % und deckt den gesamten Flüssigkeitsbedarf deines Babys.
An heißen Tagen wirst du merken, dass dein Kind häufiger trinken möchte – das ist ganz normal. Es sorgt dafür, dass der Flüssigkeitshaushalt stabil bleibt, ähnlich wie du selbst mehr trinkst, wenn du schwitzt.
Achtung Ammenmärchen:
„Deine Muttermilch ist zu dünn, deshalb wird dein Baby nicht satt!“
Das stimmt nicht! Der hohe Wasseranteil ist genau richtig für die Bedürfnisse deines Babys.
Muttermilch enthält alle essentiellen Aminosäuren, die für dein Baby wichtig sind.
Wofür sind Proteine wichtig?
Für das Wachstum deines Babys – aber in genau der richtigen Menge, um die Nieren nicht zu überlasten.
Für die Entwicklung des Gehirns und des zentralen Nervensystems.
Für die Stärkung der Immunabwehr.
Muttermilch enthält einen hohen Anteil an Laktose, der etwa 40 % des Energiebedarfs deines Babys deckt.
Was bewirken Kohlenhydrate?
Sie halten den Blutzucker durch die langsame Verdauung konstant.
Sie fördern das Wachstum und die Versorgung des Gehirns.
Sie stärken die Immunabwehr, z. B. gegen Influenza-Viren, und verringern den Flüssigkeitsverlust bei Darminfektionen.
Sie unterstützen den Aufbau der Darmflora durch sogenannte Bifidus-Bakterien (gute Bakterien).
Fette decken etwa 50 % des Energiebedarfs deines Babys.
Der Fettgehalt in der Muttermilch liegt zwischen 3–5 %. Besonders wichtig sind die langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Was du wissen solltest:
> Der Fettgehalt steigt während einer Stillmahlzeit: Die sogenannte Vordermilch ist wässriger, während die Hintermilch nach einigen Minuten fettreicher wird.
> Die Zusammensetzung der Fettsäuren kann durch deine Ernährung beeinflusst werden. Achte daher auf hochwertige Fette, wie sie in Leinöl, Rapsöl oder Lachs enthalten sind.
> Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 sind essenziell für die Gehirnentwicklung, die Entwicklung des Sehvermögens und eine gesunde Haut.
Wusstest du, dass das Gehirn deines Babys im ersten Lebensjahr von etwa 350 g auf 1100 g wächst? Die wertvollen Fette in deiner Muttermilch leisten hierzu einen entscheidenden Beitrag.