Ernährung in der Stillzeit

Ernährung in der Stillzeit

Zuerst einmal: Du darfst wieder alles essen!

 

Das ist eine großartige Nachricht, oder? Dennoch gibt es ein paar Empfehlungen, die dir dabei helfen können, dich optimal zu ernähren und gleichzeitig deine körperliche Leistung beim Stillen sowie die Entwicklung deines Kindes zu unterstützen.

 

 

 

 

Hier ein paar Tipps, die dir dabei helfen:

 

Diese Tipps sind keine strengen Regeln, sondern sollen dir einfach helfen, dich gut zu fühlen und die beste Unterstützung für dich und dein Baby zu bieten.


Bauchweh & Koliken

Du wirst viele unterschiedliche Empfehlungen hören, und es gibt immer noch zahlreiche Mythen über blähende Lebensmittel. Ja, manche Babys reagieren über die Muttermilch auf bestimmte Lebensmittel, die du isst. Aber es ist nicht notwendig, auf eine lange Liste von Lebensmitteln zu verzichten. Wenn du den Verdacht hast, dass ein bestimmtes Lebensmittel Koliken verursacht, kannst du es entweder meiden oder dein Baby nach  dem Verzehr dieses Lebensmittels für 24 Stunden beobachten.

 

Was schmeckt mein Baby davon…

Einige Lebensmittel geben ihren Geschmack an die Muttermilch ab. Es kann sein, dass dein Baby beim Stillen streikt, wenn du Spargel gegessen hast. Vielleicht mag es aber auch den Geschmack von Knoblauch besonders gern und möchte länger trinken.


Die Pfunde purzeln…

Fast jede Mama freut sich darüber, dass Stillen Kalorien verbrennt. Dein täglicher Mehrbedarf liegt bei etwa 500–700 kcal. Wenn du es nicht übertreibst, purzeln die Pfunde in den nächsten Wochen und Monaten von allein, weil dein Körper die eigenen Fettreserven nutzt. Aber Vorsicht: Mehr als 2 kg pro Monat abzunehmen ist nicht ideal. Dein Baby könnte sonst Giftstoffe und Ketone, die durch den Fettabbau freigesetzt werden, über die Muttermilch aufnehmen. Also keine Radikaldiäten – achte darauf, mindestens 1800 kcal pro Tag zu dir zu nehmen.

 

 

Sport in der Stillzeit ist eine super Sache, aber übertreib es nicht und fang langsam an. Muskelkater kann den Geschmack deiner Milch leicht verändern, was dazu führen könnte, dass dein Baby eine kurze Trinkpause einlegt.

Zuviel Gewichtsverlust?

Manchmal gibt es auch Mamas, die Schwierigkeiten haben, ihr Gewicht zu halten. Gehörst du dazu? Eine ausgewogene Ernährung ist weiterhin wichtig, aber du darfst ruhig öfter in die Süßigkeitenkiste greifen. Vielleicht hast du ja Lust auf ein leckeres Eis? Gönn dir, was dir schmeckt!

 

Wenn du manchmal kaum Appetit hast oder sogar eine Abneigung gegen Essen entwickelst, sprich unbedingt offen mit deiner Hebamme darüber. Es könnte einen tieferen Grund dafür geben.

 


 "Ich habe so einen Durst…"

Trink nach deinem Durstgefühl. Wenn du Durst hast, greif zu Mineralwasser, dünnen Saftschorlen, Gemüsesäften oder verschiedenen Tees. Stillen macht durstig, also stell dir am besten immer ein Glas Wasser in greifbare Nähe. Zwing dich nicht, übermäßig viel zu trinken, denn auch zu viel Flüssigkeit kann die Milchmenge reduzieren.

Auf deinen geliebten Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke musst du nicht verzichten – 2–3 Tassen am Tag sollte dein Baby gut vertragen.

 

 

Es gibt Getränke, die angeblich die Milchbildung fördern sollen, wie Malzbier, Bockshornkleesamen-Tee oder Stilltees. Auch wenn diese Wirkung nicht nachgewiesen ist, schwören manche Mamas darauf. Probier es einfach aus, wenn du magst.

 

!!!Sind Sie Teetrinker, ist es wichtig zu wissen, dass Pfefferminz- und Salbeitee die Milchbildung reduzieren können!!! (Auch Bonbons)

 

 

Ein gelegentliches Gläschen Alkohol wird immer noch nicht empfohlen, da auch kleine Mengen in die Muttermilch übergehen. Wenn du dennoch einen Schluck trinken möchtest, dann am besten direkt nach dem Stillen. So hat dein Körper mehr Zeit, den Alkohol abzubauen, bevor du das nächste Mal stillst. Regelmäßiger Alkoholkonsum sollte weiterhin vermieden werden. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, verzichte lieber komplett darauf.


Ich wünsche dir einen guten Appetit!

Lass es dir schmecken!